Allgemeine Informationen

Malediven - Tauchen

Foto David Hettich

Dass die Malediven ein Mekka für Taucher und Schnorchler sind, braucht nicht extra betont zu werden. Die ideale Kombination einer konstant hohen Wassertemperatur, kristallklaren Wassers und permanenter Strömungen sorgt für eine außergewöhnliche Unterwasserwelt, die zu den schönsten der Welt gehört: Steilwände mit Grotten, zerklüftete Felsen mit pastellfarbigen Weichkorallen oder flache Riffe mit sehr großen Tischkorallen.

 

Aber es sind nicht nur die Korallenriffe, die die Malediven so berühmt machen. Auch ihr Fischreichtum ist überall bekannt. Hunderte verschiedene Arten von Riff-Fischen in vielen Farben und Schattierungen schwimmen zwischen den Korallen. Haifische und große Barracudas patrouillieren entlang den Riffen und Rochen ruhen auf dem sandigen Meeresboden. Viele Meeresschildkröten sind eine tägliche Erscheinung und selbst die scheuen Hammerhaie kann man hier entdecken. Wenn die Strömung planktonreiches Wasser zuführt, kreisen Mantas in elegantem Tanz im flachen Wasser. Dann ist es sogar möglich, mit dem Riesen der Fische, dem Walhai, mitzuschwimmen.

 

Wenn die Strömung planktonreiches Wasser zuführt, kreisen Mantas in elegantem Tanz im flachen Wasser. Dann ist es sogar möglich, mit dem Riesen der Fische, dem Walhai, mitzuschwimmen.

 

Bei auslaufendem Wasser zeigt sich der zuvor so imposante Tauchplatz aber von einer ganz anderen Seite: das Wasser kann plötzlich trübe werden und bei der schlechten Sicht wird es manchem unheimlich. Selbst Großfische sind, wenn überhaupt, nur schemenhaft zu erkennen. Auch aus Gründen der Sicherheit sollten bei auslaufendem Wasser keine Tauchgänge gemacht werden.

 

An den steil abfallenden Außenriffen findet der Taucher tief in den Riffabhang hineinreichende Kavernen, bevorzugter Lebensraum für Höhlenbewohner wie Muräne, Languste und Ammenhai. Hier findet man im offenen Wasser auch die große Raubfische: verschiedene Arten Riffhaie, Thunfische, Makrelen und Barracudas. Gruppen von Adlerrochen oder ruhende Stachelrochen sind keine unbekannte Erscheinung, und bei Sonnenaufgang entdeckt man oft die “Hammerheads” in der Tiefe.

 

Ein weiterer Schwerpunkt außerordentlich guter Tauchplätze sind die berühmten “thilas”, im Strömungsbereich der Riffkanäle zwischen 10 und 30 m anzutreffende Untiefen, die mit ihren bizarren Felsformationen und vielen Höhlen einen hervorragenden Lebensraum für Korallenfische und Weichkorallen bieten.

               

Wie viele Wracks tatsächlich auf den maledivischen Riffen liegen, weiß keiner, doch daß es sehr viele sein müssen, daran besteht kein Zweifel. Leider sind nur wenige bekannt. Die meisten liegen in großer Tiefe oder sind vom Sandboden verschluckt, weil die Strömung und Salzwasser sie schnell zersetzen oder mit Sand bedecken. Das bekannteste Wrack ist ohne Zweifel die 1981 gesunkene “Maldive Victory”. Auf dem Riff von Gaafaru liegt der noch gut erhaltene Dampfer “SS Seagull” (1879 gestrandet) und im Ari-Atoll sind zwei bekannte Stahlwracks zu betauchen.