Informationen Indonesien
Indonesien
Mit 17.508 Inseln, von denen etwa 6.000 bewohnt sind, ist Indonesien der größte Inselstaat der Welt. Dementsprechend groß ist die Vielfalt der Sprachen und Kulturen des exotischen Vielvölkerstaates. Sie reicht von den Dani in West Papua, die heute nicht anders leben, als vor hundert Jahren, über die für ihren Totenkult bekannten Toraja auf Sulawesi, bis hin zu den Balinesen, deren spezielle Form des Hinduismus in zahlreichen Riten, Tänzen und Tempelfesten Ausdruck findet. Auf den bunten Märkten finden sich Nelken, Muskat, Vanille, Zimt und Pfeffer von den Gewürzinseln, wie die Molukken seit Jahrhunderten auch genannt werden. Sie bereichern die bunten Wochenmärkte neben den zahlreichen Obst- und Gemüsesorten, die uns trotz Globalisierung fremdartig erscheinen. Landschaftlich prägen aktive Vulkane das Bild vieler Inseln, zu deren Füßen sich malerische Reisterassen erstrecken. Manche Inseln verfügen im Landesinneren über Gebirgszüge, die wie auf Sumatra oder Irian Jaya weit über die 3000 Meter Grenze hinausreichen. Je nach Regenhäufigkeit entwickelten sich dort Nebel- und Teakholzwälder oder tropisch-alpine Bergweiden. Die Küsten sind vielerorts von Mangrovensumpfwäldern bewachsen. Seltene und bedrohte Tierarten leben in den wenigen noch vorhandenen Regenwäldern, wie die Orang-Utans in Kalimantan, der Tarsius-Halbaffe auf Sulawesi, die Komodo Warane oder einige Paradies- und Nashornvogelarten, deren Laute so exotisch klingen, wie ihr Anblick uns erscheint. Die Tauchreviere Indonesiens gehören zweifelsfrei zu den besten der Welt! Nirgendwo ist die Artenvielfalt größer, als im Indopazifik. Je nach Lage, Größe und Beschaffenheit der Riffe gibt es Rifflandschaften mit spektakulärem Bewuchs, strömungsreiche Passagen mit unglaublichem Fischreichtum, Steilwände mit Großfischgarantie und ruhige Buchten mit phantastischer Biodiversität im Makrobereich.
Bali
Die Insel der Götter wird wohl zu Recht immer wieder unter die Top 5 der schönsten Inseln der Welt gewählt. Aktive, bis zu 3.000 Meter hohe Vulkane, zu deren Füssen sich die allgegenwärtigen Reisterrassen mit ihrer graphischen Linienführung erstrecken, hinduistische Tempel und farbenfrohes Kunsthandwerk prägen das Bild dieser faszinierenden Insel. Den Charme Balis machen neben der landschaftlichen Schönheit aber vor allem die warmherzigen und gastfreundlichen Menschen aus, deren Alltag und Kultur eng mit ihrer Religion verschmolzen ist. Die Balinesen sind zu 90 % Anhänger der Dharma-Hindu-Religion und lassen Gäste gerne an ihren Tempelfesten teilhaben. Erholung finden Urlauber an den weißen Stränden im Süden und Osten, ebenso wie an den Lavastränden der Nordküste Balis. Ihnen vorgelagert finden sich zwischen Menjangan und Tulamben sowie entlang der Ostküste bunte, fischreiche Riffe mit Weichkorallen, Schwämmen und Gorgonien. Sie bilden den Lebensraum zahlreicher Invertebraten, Fetzen- und Anglerfische. Ebenso gehören Haie, Makrelen, Mantas und von der Jahreszeit abhängig Mondfische hier zu den Bewohnern des Indopazifiks.
Sulawesi
Zwischen Borneo und Neuguinea in der Celebes-See gelegen, ist Sulawesi unbestritten umgeben von Tauchgründen, die zu den allerbesten der Welt gehören. Die vulkanische Insel in Form einer Orchidee ist darüber hinaus auch über Wasser hoch interessant und hat sowohl landschaftlich als auch kulturell viel zu bieten. In den Nationalparks im Norden lebt der Tarsius, der kleinste Halbaffe der Welt. Das Volk der Toraja, das in Zentralsulawesi lebt, ist für seine außergewöhnlichen Bestattungsriten bekannt.
West Papua / Irian Jaya
Die ehemals Irian Jaya genannte Provinz bildet die Westhälfte der Insel Neuguinea, deren Landmasse sie sich mit dem autonomen Staat Papua Neu Guinea teilt. Sie ist die östlichste Provinz Indonesiens, im Norden umspült vom Pazifik, im Süden vom Indischen Ozean. Die letzten noch intakten Regenwälder Indonesiens umgeben die bis zu 4.000 Meter hohen Gebirge der Hauptinsel, viele der indigenen Stämme leben noch in steinzeitlichen Kulturen. Papua’s Natur ist reich: Bodenschätze, wie Gold und Kupfer, die Landschaften wild und schön und die Gewässer von weltweit unvergleichlicher Artenvielfalt und Unmengen an Fisch. Der Distrikt der Raja Ampat Inseln an der westlichen Spitze der Provinz wird seit einigen Jahren für das Tauchen erschlossen, liegt jedoch trotz aufstrebendem Tourismus noch immer im Dornröschenschlaf.


